Erweiterung Kunsthalle in Emden

Bei diesem beschränkten Realisierungsprojekt in 2002 waren wir als ehemalige Mitarbeiter von Prof. Spengelin (die Kunsthalle wurde von Prof. Spengelin geplant) beteiligt und überzeugten durch ein Konzept, in dem wir als einzige Teilnehmer die prägende Shed-Dach-Architektur des Bestandes fortsetzten.

Der Kunsthalle, die über die Jahre durch Anbauten ständig an Flächen gewann, galt es nun zur Stadt hin ein neues Entree mit Foyer zu gestalten, das der inzwischen gestiegenen Bedeutung dieser Institution auch angemessen Ausdruck verleiht. Allerdings gab es neben einem kleinen „Vorgarten“ keinen Platz für angemessene Erweiterung.

Aufgrund dieser fehlenden Grundstücksfläche begründet sich die imposante Wirkung des Foyers im Innern weniger auf einer großen Grundfläche als vielmehr der wirkungsvollen Inszenierung der 3. Dimension mit wohlkalkulierten und abgewogenen Effekten und der Einbeziehung des ehemaligen Atriums als Foyer.

Hier wird die von außen so prägende Shed-Dach-Architektur herangezogen, um ausgesprochen lichtdurchflutete, abwechslungsreiche und flutende Räume zu bilden, die je nach Tages- und Nachtzeit immer wieder überraschende Raum- und Lichtwirkungen bieten.

Die eigentlich viel zu niedrigen Raumhöhen des Bestandes werden durch den stetigen Wechsel mit den sehr luftigen Höhen der Neubauelemente wohltuend kontrastiert … vermeintliche Schwächen kehren sich im Zusammenspiel mit dem Neuen wohltuend um.

Das Gebäude ist seit 2007 fertiggestellt und deshalb in der Rubrik „Projekte“ mit Projektfotos dokumentiert.

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