Hallenbad in Emmerthal

Die Erneuerung der Fassade eröffnete auch bei diesem Projekt die Chance, eine neue, der Nutzung angemessene Gestaltung zu realisieren, die mit einer erheblichen Aufwertung einhergeht: ein leichter, hochtransparenter Riegel kontrastiert spannungsvoll mit dem stark geschlossenen Kubus der Sprungturmbaukörpers. Die spielerisch im Hallendach verteilten Dachflächenfenster geben den Räumen eine heitere, tageslichtdurchflutete Note. Das Zenitlicht wird durch die Farblamellen je nach Sonnenstand moduliert und gebrochen. Zusätzlich werden die Effekte durch Reflektionen und Spiegelungen im Wasser gesteigert.

Die Wellnessanlage im Souterrain wird nicht nur optisch durch ein neues kunstlichtorientiertes Gestaltungskonzept aufgewertet: durch den Einbau neuer gesundheitsbezogener Wärmekabinen (Dampfbad, Caldarium mit Soleverdampfung) wird die gestiegene Nachfrage nach Angeboten zur Erhaltung der Gesundheit befriedigt.

Durch die politische Entscheidung, die CO2-Belastung nachhaltig zu begrenzen, wurde nicht nur zukunftsweisende Energiespartechnik bei der Aufbereitung der Luft und des Badewassers vorgesehen, sondern beispielhaft Solarkraft eingesetzt. Im Einzelnen geschieht das in Form von Fotovoltaik im Bereich der Eingangsüberdachung, Luftkollektor im Bereich des Hallendachs, sowie Warmwasserkollektoren in den Hallenfassaden.

Diese technischen Solarkomponenten galt es so in die Gestaltung des Baukörpers einzubinden, dass diese eher eine Bereicherung der optischen Wirkungen darstellen.


Die eingesetzten Materialien stützen die Konzeption von Transparenz, Leichtigkeit Wärme und Noblesse. Die gläserne Außenhaut der Schwimmhalle, insbesondere des Nichtschwimmerbeckenanbaus stärken den Innen-Außen-Bezug und erhöhen andererseits die optischen Anreize für das weitere Umfeld.

© Fotografien: Marcus Bredt

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