Mensa / Bibliothek in Vechelde

In fast unmittelbarer Folge unserer Erweiterung des Julius-Spiegelberg-Gymnasium nur ca. 200 m entfernt erhielten wir den Planungsauftrag auf einem nicht als Baugrundstück existierenden Ort (teils Tennisplatz, teils Parkplatz, teils Anliegerstraße).

Aus übergeordneten städtebaulichen Überlegungen heraus lag es bei der Standortwahl für die neue Mensa nahe, einen möglichst zentralen Standort zwischen den verschiedenen Schulen zu finden, der sich zudem auch in direkter Nähe der zentralen Busschleife befindet.

So ging es neben der hochbaulichen Aufgabe auch um eine städtebauliche Korrektur.

Das architektonische und funktionale Konzept des Neubaus entwickelt sich konsequent aus den vorgenannten städtebaulichen Grundüberlegungen. So gliedert sich die Gesamtbaumasse in zwei Hauptbaukörper – einerseits Mensa, andererseits Bibliothek – mit einem Bindeglied als „Eingangsspange“.

Dabei sind die beiden Hauptbaukörper so gegeneinander versetzt, dass die nördliche Bauwerkskante des Mensabaukörpers einerseits die Flucht der angrenzenden Gebäude Schwimm- und Sporthalle aufnimmt, der Bibliotheksbaukörper andererseits bis an den Platz der Busvorfahrt herausgezogen ist.

Die beiden Hauptbaukörper werden als gelb verblendete tischartige Strukturen interpretiert, die seitlich mit „leichten“ Materialien wie Glas und Faserzementbekleidungen geschlossen werden. Auf diese Weise wird eine starke Ähnlichkeit in Hinblick auf die Materialwahl zur Gymnasiumserweiterung gesucht, dessen Sockelzone ebenfalls in gelbem Verblender ausgeführt wurde. Im Gegensatz zu diesen straffen bügelartigen Mauerwerksflächen werden die seitlichen Flächen fast spielerisch geschlossen.

© Fotografien: Frank Aussieker

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