Erweiterung des Gymnasiums in Vechelde

Das ursprünglich für die Orientierungsstufe genutzte Schulgebäude wurde in ein Gymnasium gewandelt, das zunächst nur mit wenigen Jahrgängen „in Betrieb“ ging. Damit einhergehend ergab sich mit jedem weiteren Jahr ein Schülerzuwachs eines neuen Jahrganges (4-Zügigkeit), so dass sich bald eine namhafte Erweiterungsnotwendigkeit ergab.

So erhielten wir den Planungsauftrag für ein 4-zügiges Gymnasium. Die vorhandene Schulsubstanz sollte so wirtschaftlich wie möglich in das neue Gesamtkonzept integriert werden, wobei gravierende brandschutztechnische Defizite des Bestandes ebenfalls zu beseitigen waren.

Durch die weitsichtige, ganzheitliche Aufgabenstellung war es möglich, die Funktionalitäten umfassend neu zu strukturieren und ein schlüssiges Gesamtkonzept zu realisieren.

Aufgrund der vorhandenen Grundstücksressourcen konnte ein zusammenhängender Erweiterungsbau nur vor dem Haupteingang und somit vor dem Bestandsbau realisiert werden.

Darin bestand einerseits zwar die Chance, der Schule nach außen hin ein neues Gesicht zu geben, andererseits aber auch die Herausforderung, die neue Zugänglichkeit, die wegen fehlender Grundstücksressourcen nur hinter dem Neubau realisierbar war, für jedermann erlebbar zu inszenieren. So entstand ein Foyerbaukörper als Bindeglied zwischen Bestand und Neubau, der beidseitig (einerseits vom Parkplatz, andererseits von der zentralen Busschleife) erschlossen ist. Möglich war dies eigentlich nur, weil ein Teil des vorgelagerten Neubaus aufgeständert und somit durchlässig konzeptioniert wurde.

Die große dreigeschossige Freitreppe im Foyer schafft Großzügigkeit, verbindet alle Schulebenen repräsentativ und bildet zusammen mit der Galerie das neue orientierungsgebende Zentrum der ganzen Schulanlage.

Die vorgelagerten dreiseitig umschlossenen Außenräume bilden eine Entreesituation, die auch zum Verweilen einlädt.

Im Schutz des neuen, teilweise aufgeständerten Neubauriegels entsteht so in idealer Weise einerseits eine halböffentliche Schulvorzone, andererseits schirmt der neue Schulbaukörper auch zur vorhandenen Wohnbebauung räumlich und schalltechnisch ab.

© Fotografien: Frank Aussieker

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